Archive for the 'Surviving the day' Category

¡Hola!

January 24, 2007

Jetzt ist es amtlich, mein Spanier verlässt uns. Froscht irgendwo anders weiter, sowas mit Umwelt und Chemie und solchen ominösen Dingen, ich glaube er hat auch dementsprechendes studiert. Schade, sind wir doch prächtig miteinander ausgekommen. Aber Spanier und Reisende soll man ja nicht aufhalten, oder so ähnlich. Werde jedenfalls in unserem Büro gleich mal die Fronten wechseln auf die strategisch günstigere Seite, wo nicht jeder reingelaufene gleich auf den Monitor glotzen kann.

Jekyll and Poole

December 4, 2006

frankensteininhislab.jpgAb heute Dr. Jekyll wieder weniger im Stress, da Hiwi zugesagt bekommen. Harald Hektik war schnell überzeugt, daß der Terminplan zu knapp ist, und schon hab ich für die nächsten zwei Monate einen Mitarbeiter für meine Versuche, ab morgen früh wird er eingelernt. 

Nächste Woche versuch ichs mit einer Sekretärin.

Pisser

July 11, 2006

urinal.jpgStand eben neben unserem Geschäftsführer Dr. P. beim Pinkeln. Herr Wichtig war so weit über das Urinal gebeugt, als wolle er das Porzellan anrammeln. Schwanzguckphobie? Und dann läuft er noch raus ohne sich die Pfoten zu waschen. Manchmal muß man sich schon sehr wundern…

(K)ein (L)uggage (M)ehr?

June 21, 2006

klm.jpgHeute morgen schreitet ganz unverhofft unser Yankee-Kollege Mike H. ins Büro. Mike beackert im Amiland den Markt mit dem gleichen Schrott wie wir, und kommt jährlich für ein paar Tage vorbei, um zu diskutieren, vor allem aber, um deutsches Bier zu saufen. Freundliche Kollegen wir wir sind, lassen wir ihn natürlich nicht alleine losziehen. Mike schlägt inzwischen aber die Kneipen vor, er kennt sich ja bestens aus im Städtchen und ist immer ganz begeistert. Heute abend wird der Auftakt im Irish Pub stattfinden. Hier fällt es auch nicht auf, wenn man ein bischen müffelt, Mikes Koffer ist nämlich leider nicht mit ihm angekommen und bis auf weiteres verschollen.

Jekyll back in the office

June 6, 2006

clouds_rain.gifHeute morgen trotz Kopfschmerzen (Abend mit Hr. Jägermeister in seiner Stammkneipe) und seltsamer Laune in den Bürotrakt geschleppt. Positiv zu vermerken wäre gleich mal die Abwesenheit des Chefs. Der erste Nerver ist meine Tastatur, die sich offensichtlich noch im Urlaub befindet, da der Sechserblock den ordnungsgemässen Dienst verweigert. Das sonstige Umfeld erscheint auch noch etwas surreal… arbeite ich wirklich seit Ewigkeiten hier? Warum sind so viele mails in meinem Posteingang? Soll ich das aaaalles lesen? In diesem Leben?

Erste Aktion dieses Tages wird eine Beschwerdemail an Gott, Abteilung Wetter, Sachbearbeiter Süddeutschland. (Hat etwa wieder der Azubi an der Temperaturregelung gedreht?) Da hat Dr. Jekyll mal zehn Tage frei, und auch noch das Vergnügen mit Miss Mauve, und wird wettertechnisch verarscht.

Gott, ich will mein Geld zurück!

So, das mußte erstmal gesagt werden. Jetzt les ich mir mal die Augen wund, später mehr…

Smørebrød und Starköl

May 12, 2006

story.sweden.jpgMontag reist Dr. Jekyll ins Land der Gustafsons, Larssons, ABBA und Henning Mankell. Gestern wurde schon literweise Obstler vom Bodensee eingekauft, um die Gastgeber milde zu stimmen, die Schweden sind ja auch ein ziemlich versoffenes Völkchen. Minuziös wurde die Reise geplant, Herr M. die Flüge und den ganzen Kram mit den Kunden, Dr. Jekyll kümmert sich um Hotel und Abendprogramm (blöd ist, das wir Happy Harry verpassen). Mir wurde von erfahrenen Kollegen auch gleich nahegelegt, Starköl statt Öl zu bestellen, da normales Öl für Weicheier zu sein scheint. Und dazu hätte ich gerne BBQ-Elch. Bin sehr gespannt. Werde berichten.

Jugend forscht für Olympia

May 10, 2006

A4533.jpgJetzt ist es amtlich, ab Juli wird geforscht, Dr. Jekyll wird den Job wechseln.

Mir ist immer noch nicht ganz klar, warum gerade ich dazu auserkoren wurde, aber ist eigentlich auch völlig gleichgültig. In der nächsten Runde geht es um die zukünftige Entschädigung, und ich habe noch überhaupt keine Ahnung was ich verlangen kann (auf dieses Gefasel freu ich mich ja mal gar nicht, der Personaler ist ein dümmlicher Labersack, stinkt nach Kölnisch Wasser und hält sich für den Besten). Dann werde ich noch so lange rummäkeln, bis ich einen anständigen Rechner und meine zwei Flachbildschirme (einer zum bloggen) bekomme (in dieser Firma wird immer versucht erstmal einen zweitklassigen Praktikanten-PC hinzustellen, vielleicht merkt der Betroffene es ja nicht).

Dann wird geforscht. Bin ja mal gespannt.

bad news at the mechanical department

April 25, 2006

Der Tag hat ja ganz gut angefangen, bis auf die Tatsache, daß ich wohl bis ans Ende meiner Tage mit der Rüsselpest leben muß. Auch konnte ich noch damit leben, daß Herr K. mich wieder mal mit einer seiner dringenden Kalkulationen genervt hat (bei ihm ist alles dringend, vermutlich auch wenn er aufs Klo geht oder seine Frau befriedigt).

Doch dann zogen dunkle Wolken auf, die Tiere verkrochen sich im Wald, die Uhren hörten auf zu ticken, und mein Telefon klingelte.

Herr K. der Zweite (nicht verwandt mit dem nervigen K., K. der Zweite ist ein sehr netter Mensch, verursacht auf Geschäftsreisen allerdings immer posthopfige Kopfschmerzen) am anderen Ende verkündete den aktuellen Stimmungsbericht vom Kunden R., nachdem einige Ergebnisse der aktuellen Untersuchung doch sehr negativ ausgefallen waren.

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Grundsätzlich verdiene ich hier ja zu wenig, um mir wirklich Gedanken darum zu machen, ob unsere Kunden zufrieden sind. Fast egal was hier schief läuft, ich kann abends trotzdem ruhig einschlafen.

Aber gerade bin ich mit dem Latein am Ende, nachdem ich mich mit diesem Thema vor sechs Monaten schon intensiv rumgeschlagen habe. Damals verkündete und verbreitete ich auch noch stolz die Ergebnisse, positiv gestimmt, das Problem gelöst zu haben. Nun ist die Katastrophe noch größer als vor meinem Einschreiten.

Panik macht sich breit in Dr. Jekylls Kopf. Sollte ich mir gleich einen neuen Job suchen? Hätte ich im Studium besser aufpassen sollen, oder gar öfter die Vorlesungen besuchen? Ins Bett legen und mich tot stellen? Profialkoholiker werden?

Psychedelic coffee break

April 13, 2006

Da Dr. Jekylls Boss seit heute im Urlaub ist, haben wir abteilungsweit das produktive Arbeiten auf ein Minimum reduziert. Der Sushikunde ist auch weitgehends befriedigt, so daß keiner wirklich nach mir schreit. Alle anderen halten auch die Füsse still, also angenehme Ruhe im Haus. Somit lehne ich mich zurück, nuckel an meinem Kaffee (2 Tage Tee reichen, Pestilenz hin oder her) und segel mal wieder im www.

Gerade habe ich eine Seite endeckt, die mich schon seit einer Stunde fesselt, ich glotze in die Kiste wie ein hypnotisierter Hamster….

Leonardo Solaas aus Buenos Aires hat Dreamlines erschaffen:

Dreamlines is a non-linear, interactive visual experience. The user enters one or more words that define the subject of a dream he would like to dream. The system looks in the Web for images related to those words, and takes them as input to generate an ambiguous painting, in perpetual change, where elements fuse into one another, in a process analogous to memory and free association.

Sehr faszinierend! Zum richtigen Kick fehlt noch Pink Floyd im Hintergrund und bewußtseinserweiterndes Getränkegut, aber auch so gut.

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Blog eines Wahnsinnigen

sick and tired…

April 12, 2006

… of being sick and tired.

Frustration macht sich breit im Gemüte von Dr. Jekyll.

Nicht nur, daß der heiss ersehnte Frühling offensichtlich nie kommen wird (draussen schneit es froh und munter, jede verdammte Flocke scheint mir den Mittelfinger entgegenzustrecken). Ich habe wiedermal Gelüste das Land zu verlassen, wärmere Gefilde aufzusuchen, und mich dort breit zu machen, hier wird man wettertechnisch einfach nur verarscht.

pest1.jpg

Zu diesem Elend gesellt sich jetzt noch die Rüsselpestilenz (offensichtlich bin ich dem zarten Näschen von Miss Mauve etwas zu nahe gekommen, welche die Pest ins Land geschleppt hat), und bellendes Husten aus den Untiefen der geplagten Bronchien. Ich laufe heute durch die Firma wie ein Zombie, die Leute gehen mir aus dem Weg (Angst vor der Vogelgrippe?), was ich allerdings ganz angenehm finde.

Aber was wirklich frustiert: Ostern steht an, soll ich jetzt vier Tage verrotzt daheim sitzen und das vermeintliche Schneegestöber betrachten?

Nein, nein, hiermit erkläre ich der Pest den Krieg, spätestens Samstag bin ich wieder beulenfrei.