Viva la Mexico

August 25, 2006

mexico_coat_of_arms.JPGHab mich etwas schlau gemacht über die Heimat meines neuen Freundes aus dem Land der Enchiladas und Quesadillas. Und da ich heute nur bis High Noon im Büro bin und nicht mehr viel ernsthaftes verrichten werde, bekommt Ihr, liebe Leser, jetzt eine Kurzfassung von Mexico City (Achtung, es wird wichtiges weggelassen und unnötiges ergänzt!).

Los gehts. Gegründet wurde die Stadt von den alten Azteken, die sich dort vor unendlich langer Zeit niedergelassen haben. Die wanderten eigentlich früher eher durch die Gegend (man will ja was sehen von der Welt), aber das war ihren Priestern doch zu anstrengend. So erzählten sie ihrem Volk, man solle sich doch an dem nächstbesten Ort niederlassen, wo gerade ein Adler auf einem Feigenkaktus flaniert und mit einer Schlange streitet. Nun, man war leichtgläubig. Gesagt, getan. Das Dorf Tenochtitlán war anfangs noch etwas mickrig, aber da man eh nichts besseres zu tun hatte, wurden wilde Tempel und Paläste gezimmert. Nach ein paar Jährchen war das Nest dann so nett und heimelig, daß die Touristen in Scharen eingeflogen wurden (man nannte es damals auch das Davos von Nordamerika). Aber dieser Trubel ging wiederrum den spanischen Konquistadoren (Vorgänger der Immobilienhaie) so auf den Sack, daß sie die Stadt einfach platt machten. Das war das Ende der Azteken. Sendeschluss. So kurz nach 1500.

Also wurde aus dem Ländchen die erste spanische Kolonie, Neuspanien (Warum nennen Eroberer eigentlich ihre Kolonien immer “Neu XY”? Warum nicht “Geklautes XY” oder “XY, wo wir die Eingeborenen erschlagen haben”? Naja, egal). Der erste Vizekönig des schönen Reiches war Diego Kolumbus, der erste Sohn von Vater Christoph (für die Ungebildeten: Das war der erste Mann auf dem Mond).

Das ging eine Weile ganz gut (so bis 1810), dann kam wieder ein Priester auf die Idee, man könnte für die Unabhängigkeit von Mexico kämpfen (nachdem Napoleon sich sowieso grad Spanien unter den Nagel gerissen hatte, cleveres Timing). Nach nur zwölf Jährchen Krieg war man unabhängig und vorerst glücklich. (Kaum hatte man sich aber an die ruhigen Umstände gewöhnt, kamen die fuckin´ Yankees und zettelten wieder eine Krieg an, aber das ist eine andere Geschichte.)

Jedenfalls wurde auf den Ruinen des ehemaligen Tenochtitlán (wir erinnern uns) das heutige Mexico City erbaut (Wenn die alten Priester wüssten, wie hektisch es heute dort zugeht, würden sie sich in Ihren Tempelgruften umdrehen).

Damit aber die lieben Aztekenpriester mit Ihrer Adler-Kaktus-Schlange-Story nicht in Vergessen gerieten, wurde das AKS-Wappen sogar in die Staatsflagge aufgenommen. Schön, oder?

Und das nächste mal erzähle ich Euch, warum man Tequila bei Zimmertemperatur trinken sollte (und schon gar nicht mit Salz und Zitrone, Ihr Proleten).

¡Buen fin de semana!

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