Dr. Froscher

August 7, 2006

Es ist nicht zu fassen, Dr. Jekyll kommt hier erstmal nicht mehr zum bloggen. Heute beginnt meine zweite Woche in der Froschung, und mein lieber Herr Gesangsverein, ganz schön was zu tun. Ich werde mit Literatur zugeschüttet, begleite Versuche (oder steh daneben und versuche zu verstehen) und versuche selber (Selbstversuch?) einen guten Eindruck zu machen.
Um den Lesern meinen ersten Eindruck zu vermitteln: Ich bin grad in die fünfte Klasse gekommen, und man hat mir in aller Deutlichkeit gezeigt, was zum Abitur alles ansteht. Nur hab ich keine neun Jahre Zeit, verdammt!

Aber ich will nicht klagen, ich wollte es so, und das Hirn wieder mal auf Drehzahl zu bringen, ist auch ganz gut (oder wie Miss Mauve es so nett ausgedrückt hat: “dann hast du schon nicht mehr so viel Zeit zum Saufen”). Die Kollegen sind rundum nett zu mir (bis jetzt), mein Chef ist etwas hektisch, aber das gewöhne ich ihm noch ab. Und es wird nicht mehr im Großraumbüro mit Dauerpegel 85 dBA gearbeitet, sondern in einer Doppelzelle mit Blick ins Grüne. Mein Mitbewohner ist ein junger Spanier, der zwar etwa so gut Deutsch spricht wie ich Spanisch, aber sonst ein witziger und anständiger Kerl zu sein scheint.

Jetzt bin ich erstmal am Arsch und geh heim, sind auch schon wieder elf Stunden für heute. Wo soll das bloß enden?

Advertisements

2 Responses to “Dr. Froscher”

  1. Frau M. Says:

    Das ist sie: die Geisel der kontinuierlichen Arbeit!
    Und wenn man sie nicht gewohnt ist, kann sie ganz schön weh tun! Nicht wahr?
    Aber Sie haben mein wertes Mitgefühl!
    Fühlen Sie sich jetzt als Froscher den Franzosen verbundener oder kleiner, glitschiger, grüner? Das mit dem großen Maul war ja vorher schon da… Quaak!
    Verbindliche Grüße,

    M.

  2. Dr. Jekyll Says:

    Verehrte Frau M,

    Ich fühle mich klein, neu und unwissend, aber ich werde weder zum Grünen mutieren (von der zeitweisen Gesichtsfarbe abgesehen), noch den Franzmännern näherstehen. Mit der Geisel der Arbeit haben Sie recht, erfahren Sie dies doch grad am eigenen Leibe. Vor lauter Arbeit kommt man nicht mal mehr dazu, Sport zu treiben!

    Quaak zurück,

    Dr. Doolittle


Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: