Bestimmung des Steigschmelzpunktes
July 31, 2006
Interessiert zwar keine Sau, wird jetzt aber aus gegebenem Anlass trotzdem gebloggt!
Bei der Bestimmung des Steigschmelzpunktes (offene Kapillarmethode) wird der Schmelzvorgang einer Suppositoriengrundlage, eines Hilfsstoffes oder Gemisches in einer beiderseits offenen Kapillare beobachtet.
Versuchsdurchführung
In 5 Glaskapillaren (80 mm Länge; 1,4 bis 1,5 mm äußerer Durchmesser; 1,0 bis 1,2 mm innerer Durchmesser) wird eine ausreichende Menge zuvor wie in der Monographie vorgeschrieben behandelten Substanz so eingefüllt, daß in jeder Glaskapillare eine etwa 10 mm hohe Säule entsteht. Die Glaskapillaren werden die vorgeschriebene Zeit und bei der vorgeschriebenen Temperatur aufbewahrt. Zur Bestimmung wird jeweils eine der Glaskapillaren so an einem in 0,2°C eingeteilten Thermometer befestigt, daß die Substanz sich auf der Höhe der Quecksilberkugel befindet.
Das Thermometer mit der Glaskapillare wird in 1 cm Höhe über dem Boden eines weiten Becherglases befestigt; der Abstand wird vom unteren Ende der Quecksilberkugel aus gemessen. In das Becherglas wird Wasser bis zur Höhe von 5cm über dem Boden eingefüllt. Die Temperatur des Wassers wird gleichmäßig um 1°C/min erhöht.
Die Temperatur, bei der die Substanz in der Glaskapillare zu steigen beginnt, wird als Schmelztemperatur angesehen (Mittelwert aus 5 Messungen, absolute und relative Standardabweichung).
So, jetzt wisst Ihr Bescheid! Und soll mir keiner mehr blöd fragen!
Übrigens anzuwenden bei Hartfett, festem Paraffin, Kakaobutter, Schweineschmalz, Wollwachsalkohole, Polyethylenglycole (Macrogol), festen Emulgatoren, Softisan, Wollwachsalkoholsalbe, weißem Vaselin, gelbem Wachs und Rindertalg!

Ich werde wohl nie erwachsen. Gestern morgen noch mit undefinierbarem Schädelsummen auf die Bibel geschworen, den Rest des Jahrhundertsommers ausschliesslich Buttermilch zu verkosten, hockte ich doch abends wieder mit 
Mal ehrlich.


