bad news at the mechanical department
April 25, 2006Der Tag hat ja ganz gut angefangen, bis auf die Tatsache, daß ich wohl bis ans Ende meiner Tage mit der Rüsselpest leben muß. Auch konnte ich noch damit leben, daß Herr K. mich wieder mal mit einer seiner dringenden Kalkulationen genervt hat (bei ihm ist alles dringend, vermutlich auch wenn er aufs Klo geht oder seine Frau befriedigt).
Doch dann zogen dunkle Wolken auf, die Tiere verkrochen sich im Wald, die Uhren hörten auf zu ticken, und mein Telefon klingelte.
Herr K. der Zweite (nicht verwandt mit dem nervigen K., K. der Zweite ist ein sehr netter Mensch, verursacht auf Geschäftsreisen allerdings immer posthopfige Kopfschmerzen) am anderen Ende verkündete den aktuellen Stimmungsbericht vom Kunden R., nachdem einige Ergebnisse der aktuellen Untersuchung doch sehr negativ ausgefallen waren.

Grundsätzlich verdiene ich hier ja zu wenig, um mir wirklich Gedanken darum zu machen, ob unsere Kunden zufrieden sind. Fast egal was hier schief läuft, ich kann abends trotzdem ruhig einschlafen.
Aber gerade bin ich mit dem Latein am Ende, nachdem ich mich mit diesem Thema vor sechs Monaten schon intensiv rumgeschlagen habe. Damals verkündete und verbreitete ich auch noch stolz die Ergebnisse, positiv gestimmt, das Problem gelöst zu haben. Nun ist die Katastrophe noch größer als vor meinem Einschreiten.
Panik macht sich breit in Dr. Jekylls Kopf. Sollte ich mir gleich einen neuen Job suchen? Hätte ich im Studium besser aufpassen sollen, oder gar öfter die Vorlesungen besuchen? Ins Bett legen und mich tot stellen? Profialkoholiker werden?



April 26, 2006 at 6:59 pm
Lieber Dr. Jekyll
Ich kann Sie beruhigen, die Grafiken und Texte sind in so einer kleinen Darstellung, dass auch ich mit meinem Latein am Ende wäre, mein Studium in Frage stelle und davon Kopfschmerzen bekommen.
Selbst die Anwendung eines hochtechnologischen Gerätes zur Vergrösserung (Wissenschaftler nennen dies Lupe) hat nur dazu geführt, dass ich seit Stunden die roten, blauen und grünen Punkte am Bildschirm zähle, welche sich doch in einer gewissen Gleichmässigkeit über den Bildschirm verteilen.
Somit komme ich, nach langem Forschen über Ihre Aufgabestellung zu dem Entschluss, dass hinter der dargestellten Formel sich absolut nichts verbirgt, da die schwarzen Bereiche unter der Lupe weder rote, noch grüne noch blaue Punkte enthalten. Viel wichtiger bei dieser Problematik scheinen die weissen und besonders die blauen Bereiche zu sein.
Ich hoffe ich konnte Ihnen, mein lieber Freund Jekyll, ein wenig helfen, so dass Sie morgen gegenüber Kunde R. als auch Herr K. (sympathisch oder anti) deutlich aufzeigen können, dass diese Diskussionen absolut ins Leere oder genauer gesagt ins Dunkle führen.
Da empfehle ich doch lieber sich weiter unserem extraterrestrischen Freund Frank’n'Further zu widmen und dessen Weisheiten zu studieren.
Es emfpiehlt sich.
Ihr Freund D.
April 27, 2006 at 12:30 pm
Lieber Freund D,
Das Bild soll nur verdeutlichen, mit was für einem Scheiss ich mich hier manchmal rumschlagen muß, aber paßt zum Problem.
Wie sagt man so schön: Hätte ich doch nur was gescheites gelernt!